Review: Razion EX

Flotter Hori mit Bullethell-Einlagen, dem einzig etwas Feintuning fehlt

Wer das Wort Euro-Shmup hört, dem krempelt es die Zehennägel nach oben. Gibt es doch in diesem Bereich mehr schlechte als rechte Vertreter. Doch wer im gleichen Atemzug auch noch NGDEV erwähnt, der sollte seine Zehennägel schnell nach unten krempeln, denn die Jungs aus Deutschland haben mit Gunlord bereits bewiesen, dass sie einiges auf dem Kasten haben und dank der weisen Entscheidung Razion EX nun auch digital zu vertreiben, bekommt nun wirklich jeder die Chance dieses Shmup zu probieren. Ob es sich lohnt? Finden wir es zusammen raus.

Razion EX bietet euch drei verschiedene Schwierigkeitsgrade. Ansonsten habt ihr relativ wenig Auswahl was euer Schiff betrifft. Wählt ihr den leichten Schwierigkeitsgrad bekommt ihr ein blaues Schiff, im Normalen Modus das grüne und wählt ihr Maniac wird euer Schiff rot. Leider ist das auch schon alles was ihr entschieden könnt. Euer Schiff selbst hat dabei einen schnellen Schuss, einen fokusierten Schuss, wodurch eure Hitbox sichtbar wird und einen Laser, welcher sich selbstständig auflädt. Der Laser ersetzt dabei eure traditionellen Bomben, denn auch dieser zerstört alle gegnerischen Kugeln und Gegner selbst, die er trifft. Soweit so einfach. Ihr fliegt von links nach rechts und zerstört alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Die riesige Flotte. Wer liebt sie nicht? – Bild © Martin Nagel

In sechs Levels wechselt ihr regelmäßig zwischen Weltraum und aquatischen Motiven. Hier kommt für mich aber auch schon der erste Wehrmutstropfen zum Tragen. Fast jedes Level fühlt sich unglaublich lang an und gerade die erste Stage ist in meinen Augen ca. doppelt so lang, wie sie es sein sollte. Wenig Abwechslung innerhalb der Stages verstärkt dieses Gefühl noch. Die späteren Level lockern das ganze durch ein bzw. zwei Zwischenbosse etwas auf. Gerade Stage 3 und 5 haben mir da besonders gut gefallen.

Kämpft ihr in Stage drei gegen einen Terminator-look-a-like, kommt gepaart mit der wirklich bombastischen musikalischen Untermalung, wirkliches 80s Feeling auf. Und beim klassischen Metroitenlevel in Stage 5, fühlt man sich wohlig an die Klassiker erinnert. Die Bosse selbst sind eine coole Mischung aus Roboter und Amphibien. Wobei auch hier etwas zu viel Repetition vorherrscht. Drei Krakenbosse innerhalb von 6 Leveln war für mich etwas too much. Cool ist hingegen, dass ihr belohnt werdet, wenn ihr die Bosse ohne Einsatz eures Lasers besiegt und da kommen wir auch schon zum Scoring.

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Zerstörte Gegner hinterlassen gelbe Kristalle. Beschießt ihr diese mit eurem Laser, verwandeln sie sich in grüne Symbole. Je länger ihr diese nun im Weltall fliegen lasst und weiter Gegner killt, desto höher geht euer Counter in der oberen linken Ecke und zudem verdoppeln sich die Kristalle selbst. Euer Ziel ist es nun, möglichst viele grüne Kristalle auf dem Bildschirm zu haben und diese kurz vor dem Verschwinden einzusammeln. Nur so könnt ihr unglaublich hohe Scores erzielen. Und schafft ihr es dann noch den Stage Boss ohne Laser zu besiegen, bekommt ihr sogar noch einen „NO Laser“ Bonus spendiert.  

Passionierte Shmupper geraten öfter in diese Situation – Bild © Martin Nagel

Die Switch Fassung selbst läuft absolut sauber und bei dem Team habe ich auch nichts anderes erwartet. Neben einigen Bildschirmoptionen wie Scanlines und Wallpaper, bekommt ihr aber reichlich wenig spendiert. So habe ich schmerzlichst ein Online Leaderboard vermisst, welches für mich inzwischen schon ein Must-Have ist, um wirklich viel aus einem Shmup rauszuholen. Neben dem normalen Arcade Modus könnt ihr noch zwei Trainingsoptionen wählen. Entweder ein Leveltraining oder ihr geht direkt zum Boss und macht ein Bosstraining. Definitiv keine schlechte Idee, um die knüppelharten Stages in und auswendig zu lernen.

Wer hat einen riesigen Terminator bestellt? – Bild © Martin Nagel

Fazit: Razion EX ist ein sehr guter Vertreter des Shmup Genres. Die Musik fetzt richtig und die Grafik ist nett anzusehen. Abzüge gibt es lediglich für die etwas zu langen Stages, sowie die fehlenden Leaderboards. Wer aber Bock auf ein wahres Oldschool Shmup hat, sollte Razion EX definitiv ausprobieren.

Martin meint dazu: Ich will Razion Ex mögen, aber irgendwie klappt es nicht so recht. Ich liebe die vielen Referenzen an Pulstar und die R-Type-Serie, und mag die Idee, deren Gameplay mit einem schnelleren Superschuss, Punkte-Items und Score-System etwas aufzubrezeln. Am Ende des Tages frage ich mich dann aber, warum ich das hier spiele und nicht Pulstar – und dann zocke ich Pulstar.

Summary: Razion EX lets you choose between three difficulty modes. In easy your ship turns blue, in normal you get a green ship and playing maniac makes your ship trun red. You will be tested in 6 challenging levels, which tend to drag on a little bit to much for my personal taste. Scoring is done by killing enemies, which leave behind yellow gems. When shooting them with your rechargeable laser, they will turn into green ones and give even more points. But you shouldn’t get them right away and keep on killing more enemies which ups your combo counter on the upper left as well as duplicates the gems itself. But be warned, be to slow and they will vanish forever. This makes scoring very fun and challenging.

Ballern über- und unter Wasser – Bild © Martin Nagel

The themes of the game tend to jump between galactic and aquatic motives. For me it was a nice change of graphics but the bosses in all those aquatic stages are mostly the same. Some kraken like thing that fires bullets. The robots in those galactic stages appealed a lot more to me. Especially while fighting Stage 3s midboss which is basically a Terminator and the endboss which has some nasty bullet patterns. If you manage to beat the stage bosses without using your bullet clearing laser you’ll get awarded with a “no laser” bonus for even more points.

The Switch version itself sadly doesn’t come with online leaderboards and besides some wallpaper and scanline options you only get a level, and boss training mode besides the regular arcade mode. So if you want to play a rather oldschool shmup with an amazing soundtrack and nice graphics you finally can enjoy Razion EX without being punished for missing the physical edition. So go check it out for yourself and see if you enjoy this oldschool shmup.

Razion EX

Wertung: 7/10
Publisher:
 Chorus Worldwide
Entwickler: 1CC Games
Plattform: Switch (getestet)
Preis: 
19,99 €

Für den Test wurde ein kostenloser Review-Key vom NG-Devteam zur Verfügung gestellt. Alle Screenshots wurden selbst angefertigt und stammen von der Switch-Version.

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