Review: Monster Train

Monster, Karten und ein Zug? Was ich euch damit sagen will? Ganz einfach am letzten Donnerstag kam das Roguelike Deck Builder Game (was ein Genre Name) Monster Train – First Class für die Nintendo Switch raus.

Wie der eine oder andere von euch vielleicht weiß, habe ich ein Faible für Roguelikes und zudem auch für Spiele ala Slay the Spire, in welchen es eure Aufgabe ist, durch Kämpfe ein immer besseres Deck zu erzeugen, um damit die Oberbösewichte zu zerstören. Doch was genau ist jetzt nun Monster Train? Folgt mir ihr auf diese Zugreise und wir finden es gemeinsam raus.

Die Hölle steht kurz vor dem Untergang und nur wir, in Form des Namenlosen Zugführers haben den letzten Höllenkern an Bord, der es uns ermöglicht die Hölle erneut zu entflammen und so das Böse wieder an die Macht zu bringen. Dabei stehen uns unzählige engelgleiche Wesen im Weg und versuchen dies mit aller Macht zu verhindern.

Jetzt mag der eine oder andere vielleicht sagen, dass die Story eher schwach daherkommt und das kann ich auch vollkommen verstehen. Die Geschichte von Monster Train ist nicht wirklich Oscar-reif, doch das muss sie auch gar nicht sein, denn was bei einem Roguelike immer viel wichtiger ist, ist der Gameplay Loop und der kann in Monster Train wirklich überzeugen.

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Zu Beginn eines Runs sucht ihr euch aus einer von 6 Fraktionen eine aus, und dürft zusätzlich aus den anderen 5 eine Art Begleiterklasse oder Support-Klasse aussuchen. Die Primärklasse bzw. Rasse liefert euch dazu auch noch einen Champion, welchen ihr während einem Run 3x verstärken könnt. Hierbei kommt auch direkt einer der Roguelike Elemente zum Tragen. Denn in jedem Run bekommt ihr unterschiedliche Varianten von eurem Champion. Ich selber habe sehr gute Erfolge mit dem Sentinent gefeiert. Hierbei habe ich vor allem mit der Cultivate (kultivieren) Variante mega viel Spaß gehabt. Was heißt das? Je nach Bestimmung kann mein Champion andere Mitstreiter verstärken und das kann wirklich einen Unterschied machen. Doch auch hier ist kein Run, wie der zuvor. Denn manchmal bekommt meine Champion Variante diesen Zauber immer dann wenn ich Sie heile, ein anderes mal muss sie dafür aber immer angegriffen werden und Schaden erleiden. Jede Karte sollte daher vor Einsatz genau studiert werden. Bei den unzähligen verschiedenen Bedingungen fällt es schwer, alle aufzuzählen und ich kann euch hiermit nur versichern, dass kein Monster Train Run dem anderen gleicht.

Doch wollen wir als nächstes auf den titelgebenden Zug zu sprechen kommen. Der Zug selber ist in vier „Abteile“ aufgeteilt, welche übereinander positioniert sind. Ganz oben befindet sich der, im Story Segement erwähnte Kern, welchen wir mit allen Mitteln verteidigen müssen. Darunter liegen drei Stockwerke, auf welche wir unsere Monster verteilen können. Die Gegner betreten den Zug immer im untersten Stockwerk und mit jeder Runde steigen diese ein Stockwerk auf. Zusätzlich kommen immer neue Wellen, bis zum Schluss der Boss auftaucht. Die Bosse haben dabei auch einen ganz besonderen Kniff. Denn wo die Gegner, egal ob Sie unsere Monster besiegt haben oder nicht, nach jeder Runde ein Stockwerk aufsteigen, da kämpft der Boss immer bis zum Tode. Das heißt für euch, ihr müsst euch genau überlegen, auf welchem Stockwerk ihr welche Monster verteilt.

Aber!! Es gibt eine grandiose Technik, welche ich euch nicht vorenthalten möchtet. Die Awoken und die Hellhorned Fraktion bekommen relativ zu Beginn Karten, welche es euch ermöglichen Monster zwischen den Stockwerken auf- bzw. absteigen zu lassen. Das hört sich vielleicht im ersten Moment eher nichtssagend an, aber jedes Stockwerk hat eine Art Begrenzung, in Form von kleinen gelben Kugeln. Jedes Monster besetzt eine bestimmte Anzahl von „Plätzen“, also diesen gelben Kugeln. Mit den eben erwähnten Karten, ist es euch aber möglich diese Plätze zu überbesetzen und dadurch statt beispielsweise zwei Monstern pro Stockwerk, bis zu maximal 7 Monster! Pro Stock einzusetzen. Gerade zum Ende eines Runs hat mir dieses „overstacking“ immer wieder den Arsch gerettet!!

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Vor jedem Kampf, abgesehen von den drei Hauptbosskämpfen in jedem Run, könnt ihr zusätzlich noch weitere Challenges aktivieren, um mehr Loot und andere Boni zu erhalten. Je nach Challenge ist dies absolut empfehlenswert und ja ihr werdet dadurch sicherlich den einen oder anderen Run in den Sand setzen. Doch wenn es euch gelingt, ist die Belohnung in Form von mehr Einheiten oder einem speziellen Artefakt immer wieder grandios.

Zwischen den Kämpfen bewegt sich euer Zug zusätzlich durch das „Ödland“ und dort warten verschiedene Händler, Überraschungen und andere Orte darauf von euch besucht zu werden. Hier könnt ihr beispielsweise eure Monster verstärken, ihnen neu Buffs geben, oder aber Karten duplizieren oder aus eurem Deck verbannen. Ihr habt dabei immer die Wahl zwischen zwei Wegen, welche unterschiedliche Orte enthalten. Und ja auch hier werdet ihr die eine oder andere Entscheidung im Nachhinein sicherlich bereuen, aber so ist das eben in dieser Art Game. Auch das Kartenglück ist ein immenser Faktor und kann nur bedingt beeinflusst werden. Denn was mir zu Beginn nicht klar war. Habt ihr ein Monster gespielt, ist es für diese Runde aus eurem Deck verbannt und kann nicht wieder gespielt werden. Sollte also beispielsweise euer Champion in einer Runde draufgehen, dann könnt ihr nur hoffen, dass ihr den Boss auch so besiegt. Dabei hilft euch dann im Notfall auch immer noch euer Kern im obersten Stockwerk. Dieser kann ordentlich austeilen und sein Angriff erwischt alle Gegner in seinem Radius. Dennoch sollte das immer nur die letzte Option sein!

Die Switch Fassung von Monster Train enthält zudem den DLC Last Divinity und ich kann nur sagen, jeder Neuling sollte diesen zu Beginn direkt deaktivieren. Jetzt ruft ihr vielleicht panisch „aber Logge dann fehlt ja was“. Ganz im Gegenteil der DLC richtet sich vor allem an die Spieler, die das Hauptgame bereits mehrfach gemeistert haben und sollte erst nach dem freispielen aller Fraktionen und Champions in Erwägung gezogen werden.

Monster Train selber bietet euch 26 verschiedene Schwierigkeitsgrade in Form von Covenants. Habt ihr das Game auf dem Standard Schwierigkeitsgrad geschafft steigt ihr einen Rang auf und könnt auf Cov1 (nein das hat nichts mit Covid zu tun) weiterzocken. Schafft ihr einen Cov1 run, dann geht es direkt weiter mit Cov2 und so weiter. Ihr versteht was ich meine. Jeder Cov-Rang wartet zusätzlich mit neuen Besonderheiten, wie beispielsweise Karten die euer Deck blockieren oder mehr Monstern in den Kämpfen, auf euch.

Der DLC selber erweitert das Game dann um sogenante Pact-Shards, welche ihr durch neue Orte erhaltet. Habt ihr von diesen 100 Stück oder mehr in einem Run gesammelt, wartet der neue Endboss des DLCs auf euch. Doch nicht nur das, mit jedem Pact-Shard erhöht sich die Schwierigkeit des aktuellen Runs. In einem Run, habe ich es geschafft 200/100 Shards zu sammeln und fühlte mich zugegebenermaßen absolut übermächtig, bis ich vor dem Endboss stand und zerstört wurde. Der DLC ist daher wirklich nochmal eine ganze Schippe schwerer als das Hauptgame, bietet aber durch neue Optionen, sowie eine neue Rasse auch mehr Spieltiefe. Zocken auf eigene Gefahr!

Kommen wir zur Präsentation. Monster Train sieht wirklich stimmig aus und weiß mit seinen Monsterdesigns zu gefallen. Der Score, welchen ich mir gerade während ich diese Zeilen schreibe dank Spotify anhöre, ist sehr atmosphärisch und unterstreicht die Kämpfe sehr gut. Alles in allem macht Monster Train bei seiner Präsentation alles richtig und weiß zu gefallen. Die Switch Fassung selber überzeugt, lässt aber leider Touchscreen Support vermissen. Das hat Slay the Spire deutlich besser gemacht. Dennoch nur ein kleiner Wehrmutstropfen.

Fazit: Monster Train ist ein absolut gelungener Vertreter des Roguelike Deck-Builder Genres und sollte sowohl von Fans, als auch von Neulingen probiert werden. Für 30,-€ bekommt ihr unzählige Spielstunden Spaß, aber auch Frust spendiert. Der DLC ist glücklicherweise direkt enthalten und kann im Hauptmenü jederzeit aktiviert, bzw. deaktiviert werden. Abschließend möchte ich eine Steam Review zitieren, in welcher Stand: „Monster Train: Du fühlst dich übermächtig, bis du es plötzlich nicht mehr bist“ und ich finde das fasst dieses Game hervorragend zusammen. In dem Sinne gute Fahrt ihr Lieben und viel Spaß mit Monster Train.

Summary: Monster Train has arrived on Nintendo Switch. If you dig roguelike card-builder games in the vein of Slay the Spire you owe it to yourself to check this game out. The switch port is great, and the only missing feature I would have loved to have is no touchscreen support. Every new run is exciting and different and the dlc ups the difficulty even more. I’m so happy I could finally check this game out and I know I will play it a lot more in the future. So have a good time on board of the Monster Train!

Monster Train

Wertung: 9/10
Publisher:
 Good Shepherd Entertainment
Entwickler: Shiny Shoe
Plattform: Switch (getestet), Xbox One, Steam-PC
Preis: 
20.99 – 29,99 €

Für den Test wurde ein kostenloser Review-Key von Good Shepherd Entertainment zur Verfügung gestellt. Alle Screenshots wurden selbst angefertigt und stammen von der Switch-Version.

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