Review: Ghostbusters: The Video Game Remastered

Who you gonna call? GHOSTBUSTERS!

© Martin Kro

Ach ja Ghostbusters, wenn ich daran denke, dann bekomme ich immer das wohlige Gefühl der Nostalgie. Es ist für mich ein Teil meiner Kindheit. Ghostbusters war für mich immer eine Geschichte, von der ich nie genug bekommen konnte. Seien es die Filme, und Ja auch das Reboot fand ich bei weitem nicht so schlecht wie viele es darstellen, bis hin zu den Cartoons. Alles was mit Slimer, Egon, Peter und Co. zu tun hatte habe ich geliebt und tue dies auch heute noch, denn Bustin‘ makes me feel good! Nur Videospiele habe ich irgendwie nie auf dem Schirm gehabt. Das änderte sich dann auf der XBox360, als ich mir Ghostbusters: The Video Game von Terminal Reality besorgte und nicht mehr weglegen konnte. Später, als ich eine PS3 bekam, holte ich es mir dafür auch nochmal und zockte es erneut durch. Die Wii Fassung liegt daheim, wurde aber nur kurz angezockt, da dann meine Tochter zur Welt kam. Nun einige Jahre später besteht mein Zockerleben darin, mit der Switch gemütlich auf der Couch zu zocken. Ihr könnt euch vorstellen, wie mein Herz hüpfte als Saber Interactive ein Remaster vom Ghostbusters Game ankündigte und das auch noch für die Switch. Doch was das Remaster, besonders auf der Switch, zu bieten hat, dass will ich euch jetzt mal erzählen.

© Martin Kro

Du schlüpfst in die Rolle des Rookies. Einen Namen bekommst du nicht, weil du wahrscheinlich eh bald drauf gehst, wie es beim letzten Neuling der Fall war. Das erzählt dir Dr. Venkman mit seiner ganz trockenen Art gleich zu Beginn. Doch dafür ist ohnehin keine Zeit. Direkt zu Beginn entwischt Slimer und du musst mit den Jungs auf Jagd gehen. Doch weit größere Geschehnisse ereignen sich zeitgleich in die Bibliothek und bald schon wird es mehr als genug Arbeit für die Ghostbusters geben.

© Martin Kro

Die Story von Ghostbusters: The Video Game ist für Fans der Serie sowohl nostalgisch, als auch spannend. So bereist man gleich zu Beginn bekannte Orte und trifft auf Geister, die man aus den Filmen kennt. Doch mit voranschreitender Spielzeit geht die Story immer mehr ihre eigenen Wege und so entsteht tatsächlich der Eindruck, dass wir hier den dritten Film in spielerischer Form erhalten, der uns leider bis dato verwehrt wurde. Gleich zu Beginn der Remastered Fassung wird das schmerzlich deutlich, denn es gibt eine kurze Gedenktafel an Harold Raimis, dem Schauspieler der Egon Spengler verkörperte. Denn diese ist zwischenzeitlich leider verstorben. Umso erfreulicher, dass er 2009 seine Rolle noch selbst verkörpern konnte.

© Martin Kro

Leute, die das Originalgame bereits gezockt haben, werden sich beim Remaster sofort heimisch fühlen. Abgesehen von der besseren Auflösung und dem aktuell noch fehlenden Multiplayer ist hier nämlich alles beim Alten. So bekommst du das Protonpack auf den Rücken geschnallt und darfst ganz ohne HUD Anzeige auf Geisterjagd gehen. Das war 2009 schon genial, denn die Immersion war durch das fehlende HUD grandios. Alle wichtigen Angaben findest du auf deinem Protonpack. Sei es deine Gesundheitsleiste, die Überhitzungsanzeige des Strahls oder das PKI Meter, welches dir Geistererscheinungen schon anzeigt, bevor du es richtig benutzt. Diese kleinen Kniffe profitieren natürlich immens von der höheren und klareren Auflösung.

© Martin Kro

Abseits der Geisterjagd selbst, lohnt es sich die einzelnen Stages gründlichst zu untersuchen. Denn jede Stage hält verstecke Artefakte für dich parat. Findest du diese bekommst du ordentlich Geld dafür und das brauchst du auch, denn im Menü, welches wie eine Geisterfalle designt wurde, kannst du dieses für Upgrades ausgeben. Das solltest du auch schnellstmöglich machen, denn dein Protonbeam ist zu Beginn schrecklich ungenau. Bloß gut, dass das Genauigkeits-Upgrade schlappe 1.500$ kostet. Allein durch das Fangen von Geistern bekommst du aber auch ein paar Dollar. Doch die Artefakte bringen dir nicht nur Kohle, nein stattdessen tauchen diese anschließend auch im Hauptquartier auf und du kannst mit ihnen interagieren und wer erinnert sich nicht gern an den tanzenden Toaster aus Ghostbusters II. Your love is kicking me higher!!!!

© Martin Kro

Der Schwierigkeitsgrad war, und ist es auch heute immer noch, ein kleiner Kritikpunkt. Das liegt zum einen daran, dass du gerade zu Beginn immer wieder von einer Horde kleiner Gegner in die Ecke gedrängt werden kannst und zudem auch ab und zu ganz allein unterwegs bist. Sollten die Geister dich dann überwältigen heißt es schnell Game-Over und da das Game auf einem Checkpoint-System basiert kommt es schon mal vor, dass du manche Abschnitte öfter über dich ergehen lassen musst, als es dir lieb sein dürfte. Später wird das Ganze dann angenehmer, denn die anderen Geisterjäger können dich wiederbeleben, wenn du mal zu viel abbekommen hast. Aber auch du selbst musst immer wieder Egon, Peter, Ray und Winston helfen. Ich selbst finde gerade das total cool und es fühlt sich wirklich so an, als würdest du gemeinsam mit den Jungs auf Jagd gehen.

© Martin Kro

Die Präsentation ist wie schon angesprochen abgesehen von einer höheren Auflösung immer noch so, wie man es vom Original aus 2009 kennt. Die Stages selbst bieten viele Details und als Fan der Reihe findet man an jeder Ecke tolle nostalgische Elemente. Auch der Score ist direkt aus den Filmen entnommen und als Fan kann man die Tracks ohnehin nicht oft genug hören. Die Sounds fühlen sich genial an und ich freue mich jedes mal von Neuem, wenn ich mit dem Protonbeam durch die Gegend schießen kann. Da abgesehen von Rick Moranis und Sigourney Weaver alle Schauspieler zu ihren Rollen zurückkehren wird die Immersion weiter unterstützt.

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Zur Switch Fassung selbst kann ich sagen, dass diese sauber läuft und die aufgebohrte Grafik gerade im Handheld-Modus richtig gut aussieht.  Leider fehlt die Gyro-Steuerung und gerade bei einem Shooter gehört diese in meinen Augen dazu. Ich hoffe hier, dass die Entwickler noch einen Patch nachliefern. Abgesehen davon zeigt sich das Remaster leider sehr schwach und bietet nichts neues.

© Martin Kro

Fazit: Ghostbusters: The Video Game Remastered ist in erster Linie ein Game für Ghostbusters Fans. Dank höherer Auflösung jetzt so schön wie nie. Leider bieten die Remastered-Fassungen davon abgesehen nichts neues und so muss jeder selbst überlegen, ob er auf den aktuellen Konsolen erneut auf Geisterjagd gehen möchte. Wer allerdings noch nie in den Genuss gekommen ist oder gerne on the go den Protonbeam rausholen will, der sollte sich dieses Game nicht entgehen lassen!

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Summary: Ghostbusters: The Video Game Remastered is the definitive Ghostbusters experience. The story is a great addition to the movies and tv shows. Besides some slight difficulty spikes you will have one hell of a ride. Thanks to artefacts hunting the gameplay doesn’t get stale. Unfortunately the Remaster is pretty barebones besides the higher resolution and sadly the switch version is missing gyro aiming. I really hope they will patch that feature in later. But nonetheless if you enjoyed the movies, or the cartoons or simply have fun catching ghosts you should definitely play the game. Thanks to the remaster you can even see every little detail now and with the Switch version you can even bust some ghosts on the go. I ain’t afraid of no ghost!!

Ghostbusters: The Video Game Remastered

Wertung: 8/10 
Publisher: Mad Dog Games
Entwickler: Terminal Reality (Originalfassung), Saber Interactive (Remaster)

Plattform: Switch (Getestet), PS4, Xbox One, PC
Preis: 29,99 €

Für den Test wurde ein kostenloser Review-Key von Mad Dog Games zur Verfügung gestellt. Alle Screenshots wurden selbst angefertigt.

Logge

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Zocker seit dem 6. Lebensjahr. Cave-Enthusiast und Danmaku-Liebhaber. Möglichst bunt und voller Kugeln muss es sein, dann fühl ich mich direkt daheim. Darüberhinaus Sammler, dessen Regale bald platzen!
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