Review: Fate/EXTELLA LINK – Ein perfekter Einstieg in das Musou Genre!

Brachiale Musou-Action mit vielen leckeren Mädels

Fate/EXTELLA LINK Main
© Martin Kro

Musou Games, oder auch Warriors Games, zeichnen sich meistens nur durch eins aus: Sinnlose Nonstop-Action. Ein bisschen wie ein Fast Food-Menü. Es macht Spaß, aber nachhaltig ist da nicht wirklich was. Die meisten Musou Games, wie beispielsweise die Dynasty Warriors-Reihe, oder die Nintendo-eigenen Ableger Hyrule Warriors bzw. Fire Emblem Warriors, sind für ein kurze Runde zwischendurch immer wieder spaßig, aber lange am Ball bleibst du selten, aufgrund der immer gleichen Missionen und des repetitiven Ablaufs.

Auch die Fate-Reihe, welche sich hauptsächlich als Anime einen Namen gemacht hat, hat bereits einige Games abgeliefert und dies meistens in ebenjenem Musou-Genre. Bereits Fate/EXTELLA: The Umbral Star machte für ein paar Missionen Spaß, allerdings war mir persönlich das ganze Storytelling zwischen den Missionen zu viel. Dennoch habe ich mir Fate/EXTELLA LINK angeschaut und ich muss sagen ich bin wirklich begeistert. Warum werde ich jetzt ausführlich erklären.

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Bereits die Prolog-Mission macht Lust auf mehr. Der Einstieg ist schnell und alle wichtigen Funktionen werden innerhalb der ersten wenigen Minuten erläutert. Die Präsentation der von mir getesteten Switch-Fassung kann sich auch wahrlich sehen lassen. Während meiner 15-Stündigen Spielzeit habe ich kein einziges Mal einen Drop der Framerate wahrgenommen. Das Spiel läuft sowohl im Handheld- als auch im Docked-Modus absolut sauber. Nach dem kurzen Prolog startest du dann in die Story. Diese ist spannend erzählt und bei weitem nicht so überworfen und verwirrend wie du es zunächst erwarten würdest. Insgesamt kannst du das Game mit 3 Enden erleben, bei denen leider der Endboss immer der gleiche bleibt – wenngleich er besonders beim dritten Ende um einiges härter und spektakulärer ist.

Fate/EXTELLA LINK 1
© Martin Kro

Toll an Fate/EXTELLA LINK ist, dass es die ganzen Probleme des Musou-Genres super umgeht. So ist es hier nicht nötig, wie ein Irrer über ein riesiges Schlachtfeld zu rennen. Stattdessen ist jede Mission in ca. 9-12 Areale unterteilt. Um von einem zum anderen Areal zu wechseln gibt es einen sogenannten Stream, den du einfach mit dem Druck auf die B-Taste betrittst und dann automatisch zum nächsten Areal fliegst. Dadurch ist die gesamte Downtime der anderen Musou Games ausgehebelt und du rennst wie ein irrer Vogel von einem zum anderen Areal. Die Missionen selbst laufen dennoch zu 90% immer nach dem selben Schema ab. Übernehme Areal X, Besiege Gegner Y und zum Abschluss mach den Obermotz Z platt. Aber selbst nach 27 Missionen, denn so lang ist der Story-Modus, hast du noch keine Ermüdungserscheinungen. Dabei musst du jeweils nur 7 Missionen spielen um einen Durchlauf zu beenden, denn das Game ist in 7 Tage unterteilt. Manche Tage bieten dabei allerdings 4 verschiedene Missionen, die durch verschiedene Entscheidungen ausgewählt werden. Nachdem du eine Mission abgeschlossen hast, kannst du aber direkt denselben Tag mit einer anderen Mission wiederholen.

 

Ein weiterer Pluspunkt sind die unterschiedlichen Charaktere, welche sich in eine Vielzahl von verschiedenen Klassen unterteilen, wie beispielsweise Saber, Assassin, Lancer, Archer, Berserker und viele weitere. Jede Klasse spielt sich dabei auch wirklich unterschiedlich. Zudem sehen die weiblichen Charaktere unglaublich ansprechend aus – für Männer zumindest. Da ist das Dekolleté von Piraten-Dame Francis Drake immer wieder eine Augenweide, welches besonders in den tollen Zwischensequenzen zu bestaunen ist.

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Grafisch ist das Ganze auf der Switch sicherlich kein Grafikoberhammer, aber es läuft sauber und in dem ganzen Gewusel erkennst du ohnehin nicht viel. Die Zwischensequenzen sind dafür allerdings richtig klasse und hauen einen immer wieder vom Hocker. Da kommt fast sogar ein Bisschen Dragon Ball-Feeling auf, wenn sich zwei Charaktere Laserstrahlen um die Ohren hauen. Die Areale selbst sind abwechslungsreich. Allerdings werden diese mehrmals recycelt, sodass am Ende ca. 6-8 verschiedene Areale dabei rauskommen, welche sich durch Tageszeit oder andere Effekte minimal unterscheiden.

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Für Komplettisten gibt es nach dem Story-Modus noch den Extra-Modus, der mit extraschweren Missionen aufwartet. Hier gibt es auch keinen auswählbaren Schwierigkeitsgrad. Dafür warten diese mit mehr Erfahrungspunkten auf. Neben dem Aufleveln der einzelnen Helden gibt es zudem mit jedem besiegten dickeren Gegner auch verschiedene Skills, von welchen du anfangs nur 3, später aber bis zum 8 Stück pro Held ausrüsten kannst. Nutzt du dabei die gleichen Farben, von denen es drei verschiedene gibt, bekommst du noch weitere Boni.

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Abschließend gibt es noch verschiedene Mystic Codes, welche du am Ende einer Stage bekommt. Diese geben dir bis zu 4 Items, welche du mehrere Male im Level nutzen kannst. Davon gibt es neben normalen auch noch +-Versionen, welche du bekommst, wenn du ein Level mit dem EX-Ranking abschließt. Besonders zum Ende des Story Modus wird dieses EX Ranking auf dem höchsten der drei Schwierigkeitsgrade immer herausfordernder. An sich ist der Schwierigkeitsgrad durchweg ordentlich aber selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad bei ausreichendem Level nie zu extrem. Um aber auf der dritten Route noch den Hard Modus spielen zu können musst du zusätzlich ein wenig grinden, was ich mir nicht angetan habe. Hast du alle 27 Mission beendet wird sogar noch der Very Hard-Schwierigkeitsgrad freigeschaltet. Dieser ist aber wirklich extrem, denn die Levelanforderungen an den eigenen Charakter sind abartig. So ist eine Mission beispielsweise auf Hard für einen Charakter ab Level 42 und auf Very Hard muss der Charakter schon Level 122 sein.

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Musikalisch zeigt sich Fate/EXTELLA LINK von seiner allerbesten Seite. Jeder Track untermalt die schnelle, brachiale Action mit wundervoll rockigen Klängen und gerade beim Kampf gegen die Stage Bosse dreht der Soundtrack nochmal besonders auf. In der Gallery kannst du dir zudem alle Tracks anhören, nachdem du diese freigeschaltet hast. Allgemein gibt es einiges freizuschalten, womit du eine sehr lange Zeit zu tun haben wirst. Auch Kostüme für die einzelnen Helden, von denen manche nur nach Abschluss der harten Extramissionen zur Verfügung stehen. Wer zudem einen Save von Fate/EXTELLA: The Umbral Star sein Eigen nennt, schaltet gleich zu Beginn ein paar Kostüme frei. Im Eshop kannst du gegen Echtgeld auch noch ein paar freischalten und ich muss zugeben das auch ich mir den Burning Bikini für Nero im Store für 1,99€ gekauft habe. Selten hat sich ein Fashion-DLC so gut angefühlt.

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Fazit: Fate/EXTELLA LINK bietet hervoragende Musou-Kost, die sich dank flotter Story, schneller Action und abwechslungsreichen Charaktere für Musou-Neulinge und Veteranen absolut lohnt. Jeder der bisher noch nichts mit dem Genre anfangen konnte, sollte unbedingt einen Blick riskieren, denn selten war Musou-Action so genial umgesetzt. Absolute Empfehlung für ein hervorragendes Action-Game!

FATE/EXTELLA LINK

Wertung: 9/10
Publisher: XSEED Games / Marvelous USA, Inc. / PQUBE GAMES (Europa)
Entwickler: TYPE-MOON, Marvelous Inc.
Plattform: Switch (getestet), Windows-PC, PS4
Preis: 49,99€

Für den Test wurde ein kostenloser Review-Key von Publisher PQube Games zur Verfügung gestellt. Alle Screenshots wurden selbst angefertigt.

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Zocker seit dem 6. Lebensjahr. Cave-Enthusiast und Danmaku-Liebhaber. Möglichst bunt und voller Kugeln muss es sein, dann fühl ich mich direkt daheim. Darüberhinaus Sammler, dessen Regale bald platzen!
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