Review: Doom Eternal (PC, PS4, XBO)

Höllisches Geballer auf dem Weg zum GOTY

Main © Martin Kro

2020 gibt es sicherlich nur ein handvoll Games, die bereits seit Monaten in aller Munde sind. Dazu zählt für mich definitiv Doom Eternal. Selten habe ich mir die Pre-Release-Coverage zu einem Game so gerne angeschaut wie hier. Das liegt sicherlich an den verdammt charismatischen Entwicklern. Marty Stratton und Hugo Martin haben es geschafft das Doom Franchise zu alter Größe zurückzubringen und warum du genau jetzt Online (Corona sei dank) Doom Eternal kaufen solltest verate ich dir in meiner Review.

Blöder Spruch, Genickbruch. Oder lieber gleich den Kopf ab 🙂
© Martin Kro

Nachdem der Doom Slayer im 2016er-Doom einmal in die Hölle und zurück gereist ist, um Olivia Pierce so richtig kräftig den Hintern zu versohlen, verschlägt es ihn in Doom Eternal auf die Suche nach dem Khan Makyr. Dieses alte Wesen stellt den Antagonisten von Doom Eternal dar, und dank gutem storyrelevanten Einsatz der Figur verliere ich das Ziel niemals aus den Augen. Wo wir auch schon bei einem wichtigen Punkt von Doom Eternal sind. Die Geschichte wird nämlich zunächst sehr intensiv und später immer nebensächlicher behandelt. Dadurch bekommst du als Spieler ein Ziel vors Auge gesetzt, was zunächst immer und immer wieder wie eine Karotte vor deinen Augen baumelt und sobald die Ausgangslage feststeht, beschließt das Game diese narrative Enge zu öffnen und die Action immer mehr in den Vordergrund zu stellen.

Der wichtigste Cheat neben dem Konami Code. In den Leveln findest du Disketten, mit welchen du Cheats aktivieren kannst! IDKFA IDDQD
© Martin Kro

Und mein Gott haut Doom Eternal hier einiges raus. Ich war 2016 schon verliebt in das Reboot und habe bereits zur Betaphase ausführlich auf der PS4 den Multiplayer gezockt. Musstest du damals schon ständig in Bewegung bleiben, um nicht als Dämonenfutter zu enden, schrauben Stratton und Martin nochmal deutlich an der Bewegungsschraube. Selbst auf dem Standardschwierigkeitsgrad überlebst du keine Minute, wenn du wie angewurzelt stehen bleibst. Das musste ich gerade zu Beginn schmerzlich feststellen. Doch als ich im Optionsmenü das Field of View von 90 auf 110 erhöht habe und mit dem Dash immer besser hausgehaltet habe, begann der Spaß erst richtig. Denn jetzt fliege ich wie ein Doom Slayer auf Drogen über jedes Schlachtfeld und erfreue mich an den droppenden Materialien, welche die toten Dämonen mir als Erinnerung hinterlassen.

Wo wir auch schon beim nächsten Punkt wären. Ressourcenmanagement ist bei Doom Eternal das A und O. Zwar will ich in der Haut des Doom Slayers am liebsten nur unzählige Dämonen töten, doch leider sagt mir die Munitionsanzeige unten rechts oft nur eine dicke fette 0. Zwar zocken wir den Doom Slayer aber anscheinend hat er in seiner kleinen Tasche nur Platz für unzählige Ballermänner und eine Kettensäge, aber bei der Munition reicht der Platz nicht aus. So hat meine Schrottflinte zu Beginn nur lächerliche 16 Schuss, die ich schneller Verbrauche, als manch einer Dämonengulasch rufen kann. Um an mehr Munition zu kommen, muss ich kleine Gegner mit meiner Kettensäge zerlegen. Im späteren Verlauf kann ich durch Upgrades auch aus explodierenden Fässern Munition erhalten, doch dazu muss ich erstmal einige Upgrades finden. Doch dieses vermeintliche Problem hat auch einen immensen Vorteil. Ist die Muniton nämlich alle, dann muss ich einfach eine andere Waffe nutzen, um nicht in der Hektik selbst zu Gulasch verarbeitet zu werden. Dadurch entsteht ein fließendes Wechseln zwischen dem  großen Arsenal, was dazu führt das nie Langeweile in der Action aufkommt. Addiere ich dann noch den Flame Belch, einen Flammenwerfer, dazu, durch welchen Gegner Rüstungsteile liegen lassen, sowie meine Granate, dann muss ich im Gefecht immer einiges im Auge behalten und wenn es klickt, dann entsteht ein Rausch der Zerstörung der seinesgleichen sucht.

Wie im alten Doom musst du hier drei farbige Schlüssel finden, um das Höllentör zu öffnen.
© Martin Kro

Sehr klassische kommt das Missionendesign daher. So musst du 13 Missionen überstehen um das Ende von Doom Eternal zu erleben. Dabei gilt es meist von einer Schlacht zur nächsten zu kommen und dabei allerlei Sprungpassagen zu überstehen. Jetzt fragst du dich vielleicht: „Sprünge in einem Doom-Game?“. Ja das gibt es nun in Doom Eternal, und was zunächst befremdlich wirkt, erzeugt nach kurzer Eingewöhnung eine tolle Vertikalität, durch welche die Level noch größer und interessanter werden. Zudem ist jede Mission mit 1-2 Stunden verdammt lang und wartet mit unzähligen Secrets auf dich. Cool daran ist, dass ihr am Ende einer Mission eine Schnellreisefunktion freischaltest, wodurch die Suche nach dem letzten Fragezeichen umso angenehmer wird. So habe ich teilweise noch eine halbe Stunde extra in einem Level verbracht, um auch wirklich das letzte Geheimnis zu finden. Ich finde es genial, dass sich Doom Eternal dieses Gimmick behalten hat und trotz der brachialen Action auch den Forscherdrang mit freischaltbaren Figuren, Musiktracks und sogar Cheatcodes belohnt.

Es gibt so viel zu tun in den Levels!
© Martin Kro

Auf technischer Seite bekommst du mit der Id Tech 7 hier ein wirklich bombastisches Game präsentiert. Selten hat ein Shooter aus der Hölle so verdammt gut ausgesehen (Was für ein Wortspiel, hihi). Selbst auf der Standard-PS4 läuft es dabei butterweich und kommt fast durch die Bank mit 60 FPS daher. Ich bin an dieser Stelle verdammt gespannt, wie die angekündigte Switch Fassung im Vergleich abschneiden wird. Dazu aber später dann hoffentlich mehr. Die Musik unterstützt das harte Geballer zudem wunderbar brachial und weiß zu gefallen. Zudem bekommst du neben der tollen Singleplayer-Story auch noch einen cleveren und modernen asymetrischen Multiplayermodus spendiert, in welchem du entweder in die Schuhe des Doom Slayers steigst und gegen zwei menschliche Dämonenspieler antrittst, oder du schließt dich eben mit einem Kumpel zusammen, um dem Doom Slayer mal ordentlich Feuer zu geben. Ich hoffe aber dennoch, dass wir später auch noch einen klassischen Multiplayer-Teil spendiert bekommen, da mir dieser gerade beim 2016 Doom so unendlich viel Spaß bereitet hat.

Nicht nur killen, auch ab und zu was lesen steht auf dem Tagesplan des Slayers. Na wer erkennt alle Referenzen?
© Martin Kro

Fazit: Doom Eternal ist definitiv das aktuell beste Actionspiel, welches du kaufen kannst. Brachiale Action, tolles Gameplay mit vielen Secrets und Geheimnisse, welches niemals langweilig wird und genau das bietet, was wir uns als Shooterfans so lange gewünscht haben. Doom ist für immer! Doom ist Eternal! Absolutes Meisterwerk!

How about playing some Doom II in Doom Eternal? You can in fact. But you have to find out how yourself!
© Martin Kro

Summary: Doom Eternal might be the best Game this year and hopefully everyone that is into action will play this masterpiece. Thanks to the speedy combat, those amazing maps, that provide so much incentive to search for all the secrets and all those amazing moments, Doom Eternal will be remembered forever as the one game that showed all those Call of Duty Fans what real shooter action is supposed to be. Thanks to Hugo Martin and Marty Stratton, Doom is again the Masterpiece of Shooter Games and let’s hope this will never change. No matter where you want to play it, even on a standard PS4 this game looks, sounds and feels amazing. I think I don’t need to tell anything anymore because buy it and love it!! Doom is eternal!

Doom Eternal

Wertung: 10/10
Publisher: Bethesda
Entwickler: ID Software

Plattform: Steam, PS4, XBOX One
Preis: 59,99€ (Standard), 89,99 € (Deluxe Edition), 249,99 € (Collectors Edtion) + 29,99€ Season Pass

Für den Test wurde ein kostenloses Review-Exemplar von Bethesda zur Verfügung gestellt. Alle Screenshots wurden selbst angefertigt.

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