Review: Dead End Job

Ghostbusters gepaart mit Binding of Isaac

© Martin Kro

Das Schicksal scheint wirklich immer zweimal zuzuschlagen. Denn wie bei EarthNight hatte ich auch Dead End Job damals auf Grund des Trailers auf dem Schirm. Twinstick Shooter gepaart mit Ghostbusters Attitüde, genau mein Ding. Endlich ist das Game nun draußen und ich kann euch erzählen, ob das Game hält, was mir der Trailer damals versprach. 

© Martin Kro

Hector Plasm ist ein Geisterjäger bei dem Unternehmen Ghoul-B-Gone, dem Spitzenreiter, wenn es um Geistervernichtung geht. Zusammen mit seinem Geisterkumpel und Louis, der verrückten Mechanikerin versucht er nun der beste im Business zu werden. Natürlich kriegt er auch ab und zu einen ordentlichen Einlauf von seinem Chef.

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Das ist auch schon alles, was es von der Geschichte von Dead End Job zu berichten gibt. Zwar wird das alles richtig genial in dem typischen 90s Cartoon Look vermittelt, aber leider gibt es abseits der anfänglichen Cutscene nur ein ein paar, sehr gehaltlose Dialoge zwischen den Charakteren. So fehlt mir auch immer wieder ein Anreiz, um das Spiel überhaupt weiter zu spielen. Ich will sehr gerne mehr von dieser Welt und den einzelnen Figuren erfahren, doch leider verwehrt mir das Spiel diesen Wunsch. Klar ist Hector Plasm mit seiner fast schon ekelhaften Mechanikeroptik irgendwie eine richtig klasse Karikatur des Männerausschnitt tragenden, übelgelaunten Handwerkers, doch verpasst es das Game regelmäßig mehr aus dieser Prämisse zu holen. Es wäre so cool gewesen, wenn Hector mal Kunden anschnauzen könnte, oder irgendwelchen Mist machen würde. Im Handbuch findet man immerhin ein paar Kundenbewertungen, doch selbst die Bewertungen mit 5 Sternen sind meist eher merkwürdig und nicht wirklich unterhaltsam. Da wäre mehr drin gewesen.

Wie bei der Story, zeigt sich das Gameplay leider auch sehr flach und monoton. So ist die Geisterjagd nach 5 Stunden noch genauso gehaltlos, wie sie es schon zu Beginn war. Das mag sich jetzt zwar hart anhören, aber abseits vom Abknallen der Gegner und dem anschließenden Einsaugen durch den Staubsauger machst du absolut nichts anderes. Hast du genug Geister eingesaugt, gibt es die Möglichkeit dein Angestellten-Level zu erhöhen und dabei aus einem von drei Perks auszuwählen, um so deinen Charakter zu verbessern. Solltest du dann aber sterben, entweder weil die Steuerung dir einen Strich durch die Rechnung macht (doch dazu später noch mehr), oder weil dich die Geister zu oft berührt haben, dann sind alle Perks weg. Das lässt das Game ein wenig wie ein typisches Roguelike wirken, doch es gibt einen Haken. Das Game ist viel zu einfach, wenn man weiß was man tut. Du findest nämlich regelmäßig auch Items in den Leveln. Via Trial-and-Error musst du selber probieren, welches Item was macht. Aber sobald du weißt, welche Items dir Leben zurück geben, bunkerst du einfach nur noch diese und hast eigentlich keine Probleme mehr. Zudem gibt es einen Glitch, mit welchem man statt einem Levelup direkt zwei bekommen kann. Ich denke aber, dass dieser demnächst rausgepatcht wird. Dennoch ist das Gameplay auf Grund fehlender Herausforderungen einfach sehr schal und simpel. Fehlende Bosskämpfe unterstreichen dies noch. Zwar gibt es ein paar Geister, die etwas schwerer zu fangen sind, aber das ist auch irgendwann nicht mehr der Rede wert.

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In jedem Level muss man einige Zivilisten befreien, um die Stage beenden zu können. Dann kannst du entweder direkt zum Eingang gehen und das Level verlassen, oder aber du erkundest die restlichen Räume. In den einzelnen Möbeln der Level findest du dann teilweise Geld und auch für das Fangen der Geister und das Retten der Zivilisten bekommst du eine Bezahlung. Am Ende der Stage wird dann eine Rechnung von Ghoul-B-Gone gestellt und du wirst bezahlt. Hast du 50.000, 250.000, 500.000 und 1.000.000 Pfund gesammelt schalten sich weitere Level frei. Doch auch hier gibt es abseits der anderen Umgebung kaum Neues. Das Ziel ist es natürlich die finale Stage freizuschalten. Hier musst du dann 4 Ebenen überstehen, um dann endlich den finalen Boss zu besiegen. Hast du das geschafft, dann beginnt die wahre Qual. Denn jetzt wirst du direkt an den Anfang deiner Karriere geschickt. Denn um das finale Level freizuschalten hast du 30 Tage Zeit, ich hatte es aber bereits nach 24 Tagen geschafft. Hast du also den Boss besiegt, beginnst du erneut am Tage 1. Keine Credits, keine Endcutscene, einfach nichts. Das ist schon sehr traurig und hat mich dazu gebracht, dass ich das Game danach einfach beendet habe.

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Neben den regulären Arbeiten, kannst du im „Internet“ immer wieder neue Aufgaben annehmen, die dir extra Kohle und Papiere bringen. Davon kannst du immer 3 aktuelle Abarbeiten, allerdings werden auch diese Random verteilt. Hast du es dann geschafft, dann logst du dich kurz ein und holst deine Belohnung ab. Nichts wirklich Besonderes, aber immerhin hilft es dir schneller ans Ziel zu kommen. Die Papiere kannst du dann in der Gallerie für Konzept-Art und sonstiges Artwork eintauschen. Ganz nett, aber mehr eben auch nicht.

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Was das Game richtig macht, ist der Humor und die Präsentation. So wirkt das gesamte Game wie eine Folge von Ren & Stimpy und auch die Witze sind teilweise sehr lustig. Im Hauptquartier hängt zudem ein Bild von Vigo, was besonders Ghostbusters Fans zum Schmunzeln bringen sollte. Die Geister haben darüberhinaus immer sehr kreative und passende Namen. Cool ist, dass ich die Möglichkeit habe, den schwereren Gegnern eigene Namen zu geben. Denn erscheinen diese im Level, dann bekommen sie teilweise eine kurze Intro-Sequenz spendiert und dort steht dann der Name, den ich dem Geist gegeben habe. Das ist schon ganz cool und lies mich immer wieder schmunzeln. Allgemein wirkt das Game wie eine Karikatur auf die Monotonie im Arbeitsalltag. Aber brauch ich sowas in meiner Freizeit? Ich glaube nicht.

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Was wäre ein Twinstick Shooter ohne eine gute Steuerung? Genau, nicht wirklich spaßig. Und so leid es mir tut, Dead End Job hat keine gute Steuerung. So kann ich eigentlich frei Zielen und Schießen. Doch das nur so lange, wie kein Geist auf dem Bildschirm ist. Denn wenn Hector einen Untoten entdeckt, dann scheint er eine merkwürdiges Lock-on zu aktivieren. Das stört bei ein oder zwei Geistern noch nicht wirklich, doch sind dann einmal 5 oder mehr auf dem Screen, dann funktioniert das Lock On teilweise überhaupt nicht mehr und die wenigen Tode, die ich erleiden musste rührten alle von diesem besch****enen Lock on her. Bestes Beispiel dafür ist, wenn ein Geist direkt vor mir steht, Hector aber viel lieber einen Geist am anderen Ende des Raumes anvisiert. Leider bietet auch das Optionsmenü keine Möglichkeit das Lock-On zu deaktivieren. Hier muss dringend nachgebessert werden.

© Martin Kro

Fazit: Dead End Job ist ein Game, dass mir von der Prämisse selbst absolut zusagt. Doch auf Grund der grausigen Steuerung, der kaum vorhandenen Story und dem monotonen Gameplay gelingt es dem Game nicht wirklich zu leuchten. Hier könnten höchstens Content-Updates noch was retten, doch in der aktuellen Form bietet Dead End Job einfach zu wenig für das Geld. Dann lieber eine weitere Runde Binding of Isaac.

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Summary: Dead End Job is a game I was looking forward to since the first Trailer hit the Internet. I love Ghostbusters and I love Binding of Isaac and this game seemed like a perfect blend of both worlds. But unfortunately it didn’t deliver. The Story is basically told once you watched the Intro Cutscenes. There are a few dialogue here and there but they don’t help convey an entertaining story. The controls are poor too. There seems to be a lock on feature which I couldn’t disable and Hector seemed to lock on the wrong ghosts as soon as there were more than 3 ghosts on screen. The gameplay is the same from start to finish. You enter a building, look for survivors and save them. If you capture enough ghosts you get a chance to be promoted and choose one of three perks to improve your skills. When you die though, all those perks are gone forever. Combine that with the bad controls and that makes a lot of room for frustration. If you complete a job you get paid and with that money you can unlock more levels to play in but besides a new look the gameplay never changes. If you manage to unlock the final stage, there is a two part bossfight, which was rather easy and if you beat it, you simply are put back to the start of the game and can replay everything. No Credits, no ending, no nothing. That was rather unfullfilling for me. The humor and presentation is the one saving part for this game. It looks so cool and there is even a Vigo poster in the headquarter. If you love Twinstick shooters there are a lot of better choices out there. Maybe if the update the game with more content, like bossfights and a better story and fix the lock on the game could improve somewhat but as of right now the game is just very shallow.

Dead End Job

Wertung: 4,5/10 
Publisher: Headup Games
Entwickler: AntWorkshop

Plattform: Switch (getestet), PC, PS4, Xbox One
Preis: 16,99€

Für den Test wurde ein kostenloser Review-Key von Headup Games zur Verfügung gestellt. Alle Screenshots wurden selbst angefertigt.

 

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