Review: Amnesia: Collection

3x Grusel zum Mitnehmen bitte!

© Martin Kro

Es wird kalt draußen. Der Sommer ist endgültig vorbei und es hat der Herbst begonnen. Passend dazu spendieren uns die Jungs von Frictional Games AB mit der Amnesia: Collection wunderbare Gruselkost für unterwegs. Gleich drei Games bekommen wir hier zu einem Paket geschnürt, doch lohnt sich der Preis von 28,-€ für diese digitale Gruselbahn? Findet es mit mir raus.

2010 ging mit Amnesia: The Dark Descent alles los. Als das Game rauskam bescherte es Fans von psychologischen Horrorgames eine noch ganz neue Art von Horror. Du bist in der Rolle von Daniel unterwegs und weißt nicht so recht was los ist. Als du aufwachst findest du dich in einer alten Brug wieder. Nach ein paar Minuten stößt du auf einen Brief deines früheren Ichs und du weißt was nun zu tun ist. Du musst hier weg. So beginnt eine Reise in die tiefsten Tiefen des Jumpscare Horrors. In der gut 8-10 Stunden langen Kampagne deckst du dabei immer mehr der Geschichte auf und wirst immer wieder mit neuen Gruselmomenten verwöhnt. Das coole Psyche-Feature bewirkt, dass du mit jedem neuen Schreckensmoment labiler wirst und so immer wieder Sachen siehst, die vielleicht gar nicht wahr sind. Dunkle Räume solltest du dann, bzw. im Generellen tunlichst vermeiden, damit deine Psyche nicht weiter leidet. Da du wehrlos bist, bleibt dir nur die Wahl zwischen Rennen und Verstecken, was wiederum die Atmosphäre ungemein nach oben schraubt. Nur deine Laterne hilft dir in dunklen Räumen, ein wenig den Überblick zu behalten. Doch solltest du diese nicht dauerhaft anlassen, denn sonst ist schnell das Öl weg. Und das ist nur sehr rar im Spiel verteilt. Einige Streichhölzer ermöglichen es dir, Fackeln oder Kerzen anzuzünden und so ein wenig mehr „Licht ins Dunkle“ zu bringen.

© Martin Kro

Ein Jahr später kam mit Amnesia: Justine eine Erweiterung für das Erstlingswerk raus. Hier schlüpfst du in die Rolle der titelgebenden Justine und musst deinen Weg ebenfalls durch alte Gemäuer bahnen. Doch im Gegensatz zum Erstling kannst du hier nicht speichern und musst, das zugegebenermaßen kurze Game in einem Run durchzocken. Klar da hilft dir die Sleep-Funktion der Switch. Solltest du aber von einem der Gegner erwischt werden heißt es Game-Over und „nicht zur Strafe, nur zur Übung“. Immerhin ist das Game mit gut 1 Stunde sehr schnell geschafft, sodass ein Tod nicht unbedingt so schlimm ist.

© Martin Kro

Abschlossen wird die Collection vom 2013 erschienenen Amnesia: A Machine for Pigs. Ganz ungewohnt erwachst du hier in einem alten Herrenhaus und hörst immer wieder die Stimmen deiner Kinder, die dich dazu auffordern sie doch endlich zu fangen. Die Atmosphäre hat mir hier von allen Teilen am besten gefallen. Auch das Setting fand ich ansprechender, als diese alten Gemäuer der ersten beiden Games. Auch so wurde hier einiges angepasst und verändert. Das Inventar ist Geschichte und die Laterne braucht nun kein Öl mehr. Auch die Erkundung erfolgt etwas linearer, wird sicherlich dem einen sauer aufstoßen, ich hingegen fand genau das noch einen tick mitreißender. Leider verkommen manche Räume dazu, dass ich ewig wie verrückt nach dem einen Hebel suche, der mich weiterbringt.

Wie schon gesagt, ähneln sich alle Games sehr. Wer also auf Walking-Simulator-Games steht und gleichzeitig einen gewisses Stresslevel aushält, der wird hier gerade jetzt in den kalten Tagen seine Freude haben. Die Schockmomente sind stehts clever implementiert und zehren gerade mit Kopfhörern schon sehr an der eigenen Psyche. Für Angsthasen ist das hier alles absolut nichts. Du solltest dennoch auch eine Affinität zu Rätseln haben, denn du musst immer wieder dein Köpfchen anstrengen, damit es weitergeht.

© Martin Kro

Die Switch Fassung beinhaltet alle drei Games und gibt sich solide. Leider sind mir immer wieder ein paar grafische Bugs aufgefallen, was bei solch alten Games schon ein wenig ärgerlich ist. Auch die Ladezeiten sind nicht immer so, wie ich mir das vorgestellt habe. Dennoch gibt es ansonsten wenig zu meckern. Größtes Manko war für mich, dass ich keine Möglichkeit hatte, in das Hauptmenü zurück zu kehren, um von einem zu einem anderen Game wechseln zu können. Das wirkt doch schon ein wenig merkwürdig.

© Martin Kro

Fazit: Die Amnesia: Collection bietet dir für 28,-€ drei gruselige Walking-Sims, die du am besten mit Kopfhörern zocken solltest. Man merkt zwar allen Teilen an, dass Sie nicht mehr taufrisch sind, dennoch machen sie viel Spaß und werden dich gut 20 Stunden beschäftigen. Wer schwache Nerven hat, sollte allerdings tunlichst die Finger davonlassen!

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Summary: The Amnesia:Collection grants you access to three of the best horror games. Amnesia and Justine let you explore an old castle and in Amnesia: A Machine for Pigs you will be exploring an old mansion and I really loved the later. The Switch version is great but I experienced a few graphical bugs which was a little bit unfortunate for such old games. But for 28,-€ you get three amazing psychological horror games that will entertain you around 20 hours on your first playthrough. Perfect treat for Halloween.

Amnesia: Collection

Wertung: 7/10 
Publisher: Frictional Games AB
Entwickler: Frictional Games AB

Plattform: Switch (Getestet), PS4, XBOX One, PC
Preis: 27,99 €

Für den Test wurde ein kostenloser Review-Key von Frictional Games AB zur Verfügung gestellt. Alle Screenshots wurden selbst angefertigt.

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Zocker seit dem 6. Lebensjahr. Cave-Enthusiast und Danmaku-Liebhaber. Möglichst bunt und voller Kugeln muss es sein, dann fühl ich mich direkt daheim. Darüberhinaus Sammler, dessen Regale bald platzen!
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