Nachtest: Horizon Chase Turbo – Playground Game!

Immer noch altmodisch, immer noch fresh, immer noch voller Liebe!

© Martin Nagel

Willkommen zum ersten Nachtest hier bei Boobs & Bullets. In dieser Kategorie werden Umsetzungen für andere Plattformen ein weiteres Mal getestet. Den Schwerpunkt bilden dabei Unterschiede zur vorherigen Version. Mit technischem Firlefanz wollen wir dich dabei nicht langweilen. Für’s Pixelzählen und Vergleichen der Treppchenbildung sind andere Seiten da. Uns geht es um Spielbarkeit und Spielgefühl.

Den Anfang macht Horizon Chase Turbo für die Switch. Ein Game, dass Michael und ich persönlich ganz tief in’s Herz geschlossen haben. Ohne Ketsui wäre es wahrscheinlich sogar mein Game of the Year 2018. Hier kannst du den PS4-Test nochmal nachlesen wenn du magst.

Cheesige Oneliner? Ja bitte! – © Martin Nagel

Risky Ride!

Horizon bedient ein Genre, welches ich schon sehr sehr lange vermisst habe: Arcade-Racer! Das Spiel ist eine wunderschöne Hommage an Top Gear, Outrun und Segas Superscaler-Games. An blauen Himmel und die Blondine im Arm. An quietschende Reifen, Checkpoints, Turbo-Items auf der Straße und das „Pling“ wenn du sie einsammelst.

Zur Kontrolle werden nur vier Tasten benötigt. Links und rechts, das Gaspedal und der Turbo. Theoretisch gibt es noch eine Bremse, aber die habe ich nur ein einziges Mal benutzt. Und das auch nur um zu schauen ob die Bremslichter auch angehen. In der Praxis reicht es vollkommen wenn du kurz vom Gas gehst und dann weich in die Kurve schlitterst. Wenn dir das nicht simulationslastig ist, dann geh bitte in ein Forza-Forum und beschwer dich wie arcadig die Reihe inzwischen geworden ist.

Um dieses Bild zu machen hat Martin mit sich selbst gespielt. Damit ihn das nicht überfordert musste Player 1 kurz rechts ranfahren – © Martin Nagel

Night Flight

In diesem Spiel steckt so viel Feintuning dass ich mir immer wieder erstaunt die Augen reiben muss. Das Kurvenverhalten der Boliden! Die pfeilschnelle, aber gerade eben noch zu kontrollierende Geschwindigkeit! Der kleine Countdown der mich nach jeder Pause einzählt damit ich nicht unvorbereitet wieder in das Rennen starte, und der die absolut perfekte Länge hat! Die Minikarte, die den Aufenthaltsort von Benzinkanistern erst dann preisgibt wenn der Tank fast leer ist, und den von Score-Pickups erst in der letzten Runde!

Und nicht zuletzt der pumpende, vibrierende und doch federleichte Soundtrack von Barry Leitch. so Klingt Elektro, so klangen die Achtziger, so hätte Outrun gern geklungen wenn… – ach halt, fast hätte ich eine Gotteslästerung begangen.

Wer wird gewinnen? – © Martin Nagel

Life was a Bore

Wie schlägt sich nun die Umsetzung? Kurz gesagt hervorragend! Mir gefällt diese Version sogar noch besser als die PS4-Schwester. Die ungezügelte Dynamik von 60 Frames und butterweichem Scrolling wurde perfekt portiert. Das kräftigere Knattern von Nintendos HD-Rumble passt super zur schnellen Drift-Action. Und irgendwie ist das Spiel auf Switch einfach zuhause. Nicht zuletzt dank lokalem 4 Spieler-Splitscreen, der nur minimalste technische Einbußen aufweist.

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Neu ist der Playground-Modus. Hier werden online ständig wechselnde Herausforderungen mit eigenem Online-Ranking angeboten. Momentan gibt es unter Anderem ein Zeitrennen auf einer Spiegelstrecke und ein wirklich hartes Nachtduell. Inwieweit hier dauerhaft Abwechslung und frische Ideen geboten werden muss sich noch herausstellen. Aber bei dem was Aquiris jetzt schon geschaffen haben mache ich mir keine Sorgen. Der Modus wird für die meisten Spieler sowieso erst nach dem Durchzocken der laaaangen Kampagne interessant werden. Der Playground-Modus ist in der zeitgleich erschienenen Xbox One-Version ebenfalls enthalten. Für die PS4 und PC wurde er nicht angekündigt.

Was tun wir nun also mit der Wertung? Runter geht sie auf keinen Fall. Wie die Sonne über Key West kann der Review-Score nur höher und höher steigen. Aber reicht es für eine Aufwertung? Eigentlich auch nicht ganz, aber wir machen das jetzt! Einfach um ein Statement für dieses eigentlich ausgestorbene Genre zu setzen, einen phantastischen Entwickler zu unterstützen, und… und überhaupt! 9,5, fahren Sie bitte weiter!

#RarSeltenWertanlage – und einfach gute Musik! – © Martin Nagel

Noch ein Hinweis für Sammler und Freunde guter Musik: Auf www.barryleitch.com verkauft der Künstler eine physische Audio-CD des Spielesoundtracks. Ich habe mit Shipping nach Deutschland knappe 20 € bezahlt. Und Barry signiert auch gern. Get them while they’re hot!

Horizon Chase Turbo

Wertung: 9,5/10
Publisher: Aquiris Game Studio
Entwickler: Aquiris Game Studio
Plattform: Switch (getestet), PS4, Xbox One, PC
Preis: 19,99 € (Download)

Für den Test wurde ein kostenloser Review-Key von Entwickler Aquiris Game Studio zur Verfügung gestellt. Die Soundtrack-CD und das hässliche Kissen wurden selbst gekauft. Alle Screenshots wurden selbst angefertigt.

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