Ausgepackt: R-Type Dimensions EX Collector’s Edition

Alle Fotos © Martin Nagel

Nach diversen Verspätungen ist die Collector’s Edition von R-Type Dimensions EX endlich eingetroffen. Hat sich die lange Wartezeit gelohnt? In meinen Augen nicht wirklich. Doch der Reihe nach.

Die Edition gibt es in zwei Variationen. erhältlich war sie auf www.strictlylimitedgames.com, und erwartungsgemäß war sie recht schnell ausverkauft. Die Switch-Version ist auf 2.000 Stück limitiert, die PS4-Fassung auf 1.000 Exemplare. Ich habe mich für die Switch-Version entschieden.

Zur Unterscheidung der Version dient eine gebrandete Banderole. Etwas enttäuschend: Hier wiederholt sich bloß das Motiv auf der Box. Etwas mehr Variation wäre hier schön gewesen.

Noch ein Detail dass sofort ins Auge springt: Das berühmte R-Type-Logo sieht hier unfassbar hässlich aus. Die verlaufenden Farben gehen im schwarzen Hintergrund fast unter. Das Logo wirkt kleiner und unscheinbarer als es eigentlich ist. Hier hat der Layouter ganz klar geschlampt. Leider wiederholt sich dieses Motiv noch auf der Spielehülle und dem Artbook.

Der Deckel der Schachtel ist seitlich mit einem Magnetverschluss zugeclippt, was den haptischen Eindruck zumindest etwas aufwertet. Auf der Innenseite des Deckels klebt ein schwarzes Briefchen, in dem eine Kette mit Hundemarke im R-Type-Design steckt. Dessen Qualität ist leider wenig berauschend. Sie erinnert an Anhänger vom Rummelplatz, oder aus Gashapons.

Kommen wir zur Hauptattraktion und meinem Kaufgrund: Dem Artbook. In einem kleinen Vorwort wird R-Type als eine der herausragendsten Shoot ,em Up-Serien aller Zeiten gefeiert. Ja richtig, das Apostroph ist nach unten gerutscht. Das passiert leider bei einigen Schreibprogrammen, und ist auch ein bekanntes Problem bei der WordPress-Version mit der ich gerade diesen Artikel schreibe. Was meinst du warum ich „Shmup“ immer abkürze? Trotzdem hätte so etwas in der Vorproduktion auffallen müssen. Der verantwortliche Layouter und ich werden wohl keine Freunde mehr.

Spannend finde ich aber das Konzept, welches dem Artwork zugrunde liegt. Auf der linken Seite sehen wir eine Konzeptzeichnung, rechts einen geteilten Screenshot auf dem sich alte und neue Grafik überlappen. Ich mag diese Idee sehr. Jedoch hat sie sich nach einigen Seiten erschöpft, und die R-Type-Serie mit ihrem Gigeresken Design hätte noch so viel mehr hergegeben.

Unter dem Artbook wartet das Spiel in Standardhülle. Langweiliges Artwork, langweiliger Innendruck – Weltraum und ein paar Sterne – und wieder mal keine Anleitung.

Schick sind die vier Postkarten und die beiden Aufkleber. Auf den Karten zeigen ich ikonische Endgegner mit Namen. Hier ist dann die Druckqualität auch endlich mal hochwertig.

Du wirst es schon zwischen den Zeilen herausgelesen haben: So ganz glücklich bin ich mit dieser Edition nicht. Zwar war der damalige Verkaufspreis von 44,99 € (PS4) und 49,99 € (Switch) vergleichsweise günstig, jedoch trüben die kleinen Schlampereien und das liegengelassene Potential meinen Eindruck merklich.

Ein so großes, wichtiges und beliebtes Franchise wie R-Type hätte einfach mehr Design, mehr originale Artworks und mehr Liebe verdient gehabt. Nicht zuletzt vermisse ich eine Soundtrack-CD, die ich nur zu gerne gegen den fummeligen Anhänger getauscht hätte.

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