Ausgepackt: Fork Parker’s Crunch Out (SNES)

© Martin Nagel

Ich darf wieder materialistisch werden! Heute unboxen – und unscrewen – wir ein in 2018 frisch programmiertes Super Nintendo-Game.

Bei Fork Parker’s Crunch Out handelt es sich um ein Zeitmanagement-Game. Als der (glücklicherweise fiktive) CEO von Indie-Publisher Devolver Digital musst du deine Programmierer zu Höchstleistungen antreiben, sie mit Kaffee versorgen und auch mal die Peitsche knallen lassen. Ein ausführliches Review folgt.

Endlich wieder eine SNES-Box öffnen – © Martin Nagel

Das Spiel kommt in Schrumpffolie. Darunter wartet ein SNES-Karton in der üblichen Größe. Layout, Screenshots, Warnhinweise, alles erinnert an früher. Jedoch ist der Karton aus recht dünner, hochglänzend bedruckter Pappe. Look ’n Feel einer zeitgenössischen SNES-Schachtel werden keinesfalls erreicht.

Hier wurde jeder Quadratzentimeter genutzt – © Martin Nagel

Innen finden wir das Modul im Papp-Tray und die Anleitung. Gut dass an die Umwelt gedacht wurde, aber ein Tütchen und die damals übliche weiße Gesundheits-Broschüre und 1-2 Werbeflyer hätten das SNES-Gefühl wieder etwas stärken können.

Etwas schmucklos alles – © Martin Nagel

Beim Datenträger selbst setzt sich der negative Eindruck leider fort. Das Modul erinnert in Haptik und Aussehen an billige China-Bootlegs. Immerhin werden die zwei Hälften mit echten Metallschrauben zusammengehalten. Und leider ist das Spiel NTSC-US only, mit der entsprechenden Kastenform.

Do not panic! Die Rückseite will witzig sein – © Martin Nagel

Das Label fühlt sich rau an und ist von schwacher Druckqualität. Bei mir biegt es sich an der Kante nach oben, was ebenfalls auf Sparmaßnahmen hindeutet.

Da wölbt sich was! Kein Qualitätsmerkmal – © Martin Nagel

„Was sagst du? Ich soll das Teil aufschrauben? Na gut, aber auf deine Verantwortung!“ Auf der Platine sind nur zwei von fünf IC-Plätzen belegt. Immerhin wurde eine Speicherbatterie spendiert, die leider gelötet und nicht gesockelt ist.

„In the future, everyone will be Star Ocean for 15 minutes“ – © Martin Nagel

Und warum steht da Star Ocean? Meine Vermutung ist, dass hier eine – für ein Star Ocean-Modul gedachte – Bootleg-Platine eingekauft wurde. Wenn du das Spiel auch besitzt, hast du Lust deine Platine zu fotografieren und das Foto in die Kommentare zu stellen? Ich bin sehr neugierig was bei dir so alles steht.

Alles sehr genau beschrieben – © Martin Nagel

Ein Knaller ist dafür die Anleitung. Vollfarbig, detailliert und toll geschrieben – und mit 20 Seiten sogar recht umfangreich, zumindest für heutige Verhältnisse. Ich mag ja diese Auflistungen sämtlicher Items mit Bildchen.

Sogar fiktive Reviews werden beworben – © Martin Nagel

Das Modul bekommst du hier, zum Preis von 49,99 US-Dollar plus happige Versandkosten von 23 Dollar. Die Gewinne aus dem Modulverkauf spendet Devolver Digital an Take this, eine Stiftung für psychisch versehrte US-Soldaten – immerhin eine gute Sache. Da die Herstellkosten für Modul und Beiwerk nicht allzu groß gewesen sein dürften, wird wohl einiges für den guten Zweck übrig bleiben.

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Ich schmeiße hier den Laden solange Thomas Yakuza zockt. Du hast Fragen, Anregungen oder Kritik? Du willst dein Spiel getestet haben? Du willst mir einfach nur sagen wie scheiße du mich findest? Schreib mir unter Martin@boobsandbullets.com!
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